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Diese Seiten wenden sich an all jene, die selbst, oder deren Kinder eine Fehlfunktion
des Stoffwechsels aufweisen, die mit "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom" bezeichnet wird und
landläufig wohl eher als "Hyperaktivität" bekannt ist (obwohl Letztere in Wirklichkeit
lediglich eine Erscheinungsform des AD(H)S - Syndroms ist).
Hier wird ausdrücklich nicht der Anspruch der Wissenschaftlichkeit erhoben. Stattdessen
wird das Thema bewusst einseitig, nämlich unter dem Gesichtspunkt einer angepassten Ernährung
betrachtet
Dieser Ansatz kommt in den meisten Veröffentlichungen zum Thema zu kurz. Allgemein
wird heute sogar die Meinung vertreten, daß ein "echtes" ADS - Syndrom sich durch wie auch
immer geartete Diäten nicht beeinflussen lässt. Schon gar nicht soll eine Diät eine
medikamentöse Behandlung mit Ritalin oder verwandten Präparaten ersetzen können.
Verfolgt man die diversen Diskussionsforen im Internet, so entsteht der Eindruck,
daß gerade über letztere Frage zwischen betroffenen Eltern geradezu ein Kriegszustand besteht.
Diät - Befürworter und Ritalin - Verteufler liefern sich verbale Schlachten mit denen, die
ihr Problem glücklicherweise mit Hilfe einer gut dosierten medikamentösen Einstellung in den
Griff bekommen haben, nachdem alle Ernährungsumstellungen fruchtlos geblieben waren. Letztere
argumentieren, wenn man Erfolg mit einer Diät gehabt habe, dann liege eben nicht wirklich
ein ADS - Syndrom vor, sondern beispielsweise eine Allergie, die dieselben Symptome mit
sich bringe und deshalb fehlgedeutet worden sei.
Es sind aber nun einmal diese Symptome, die betroffenen Eltern und Kindern zum
Problem mit oft existentiellen Auswirkungen werden. Wenn es zutrifft, daß verschiedene
körperliche Ursachen (oder vielleicht sogar deren Kombination?) Auslöser derselben Symptome sein
können, dann ist es doch zwingend, beide Behandlungsalternativen in Betracht zu ziehen. Die
Frage ist dann nur noch, ob man sie einfach nacheinander "durchprobiert" oder ob man wirklich
versuchen will, solange diagnostizieren zu lassen, bis man glaubt, die Ursache definitiv
festgestellt zu haben (was nicht mit der Lösung des Problems gleichzusetzen ist).
Aus diesen Erkenntnissen lässt sich eigentlich nur die Empfehlung ableiten,
einerseits den Medikamenteneinsatz als möglicherweise notwendig in Betracht zu ziehen,
und keinesfalls als "unverantwortlich" zu verteufeln, andererseits aber unbedingt und am besten
als Erstes einen konsequenten Diätversuch zu unternehmen. Dass dieser im Erfolgsfall die
sanftere Methode darstellt, dürfte wohl unstrittig sein. Bei alledem darf natürlich auch
nicht vergessen werden, daß es psychologische und verhaltenstherapeutische Ansätze
zur Lösung gibt und auch schon die Einhaltung einschlägiger allgemeiner Verhaltensregeln eine
echte Verbesserung bringen kann. Dies ist nicht das Thema von "Kochen für den Zappelphilipp".
Die Linkliste enthält aber einige Verweise auf Seiten, die das
Thema sehr professionell von dieser Warte aus behandeln.
Was genau auf die Liste "bedingungslos verboten" zu setzen ist, kann man aus der
Lebensmittelliste entnehmen. Diese ist ausschließlich aus Empfehlungen eines dem Thema sehr
verbundenen Kinderarztes und aus eigenen Erfahrungen entstanden. Eine wissenschaftliche
Begründung für die einzelnen "Verbotsposten" wird man hier vergeblich suchen. Man lasse
sich auf einen Versuch ein, kümmere sich um eine konsequente Umsetzung und freue sich,
daß es wirkt.
Ein laienhafter Versuch, zu erklären, wieso diese Diät wirkt, soll aber trotzdem
unternommen werden: Die oben genannte Verbotsliste ist aus verschienden Quellen gespeist.
So finden sich Elemente der Feingold - Diät (die im Wesentlichen von der Schädlichkeit von
Nahrungszusätzen ausgeht), der oligo - antigenen Diät (die manche Lebenmittel als für die
Betroffenen allergen und damit symptomauslösend betrachtet) wie auch der nach den meisten
Veröffentlichungen als überholt anzusehenden Diät nach Hafer (die den Lösungsansatz auf die
Vermeidung von Phosphat beschränkt). Das Prinzip ist einfach: Wir meiden alles, was
irgendwie nicht passend sein könnte.
An dieser Stelle muß einem gängigen zu erwartenden Einwand sogleich entgegengewirkt werden,
nämlich dem, eine solche Diät schade mehr als sie nütze, weil den Betroffenen lebenswichtige
Nährstoffe vorenthalten würden. Schon unsere "Verbotsliste"
deutet es stichwortartig an, und das Kochbuch ist voll davon: Hier geht
es nicht ums Weglassen, sondern ums Ersetzen! Erst dadurch wird der Verzicht auf die
problematischen Lebensmittel auf Dauer durchführbar.
Nun kann man natürlich, ähnlich wie es im Zusammenhang mit der oligo - antigenen Diät
propagiert wird, zunächst einmal alles meiden, und dann ein gemiedenes Lebensmittel
nach dem anderen wieder verabreichen, um zu sehen, welche denn nun wirklich die Auslöser
sind. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen, wenn man mit den zwangsläufigen Rückfällen
ins Chaos leben kann. Wer sich aber ganz ernsthaft auf die hier gegebenen Ratschläge einlässt
und dabei eigene Kreativität entwickelt, dem wird schließlich nichts mehr fehlen.
Das Ergebnis wird eine äußerst schmackhafte und mit Obst, Gemüse, diversen Getreide -
Zubereitungen, Fisch, Fleisch und den passenden süßen Sachen ausgewogene Ernährung sein.
Es ist möglich, daß man dabei auf einige Dinge dauerhaft verzichtet, die man in Wirklichkeit
vertragen hätte, aber man betrachte dies einmal von der anderen Seite: Bei intensiver Beschäftigung
mit dem Thema drängt sich nämlich die Frage auf, ob nicht viele Diätversuche deswegen
gescheitert sind, weil man es unbedingt genau wissen wollte. Weil man zu früh und zu ausgiebig
versucht hat, zu bestimmen, was genau geht, und was nicht. Der menschliche Körper ist aber
keine Maschine, die jeden Tag gleich funktioniert, und jeder wird schon am eigenen Leib erfahren
haben, daß er bestimmte Dinge an manchen Tagen bekömmlicher findet als an anderen. Daß bestimmte
Dinge, die man sonst häufig isst, ab und an auch mal "schwer im Magen liegen". Und schließlich,
daß es auch darauf ankommt, wie Nahrungsmittel kombiniert werden.
Die einfache und sichere Methode besteht daher darin, alles "Verdächtige" zu meiden und
kreativ durch Anderes, in der Regel Hochwertigeres, Gesünderes und nicht selten
deutlich Schmackhafteres zu ersetzen. Das ist das Prinzip dieser "Diät", sofern man sie jetzt
überhaupt noch so nennen möchte, und letztlich der Grund, warum sie funktioniert. Die Situation,
in der sich Betroffene befinden, ist mit einer singulären Maßnahme, etwa der Vermeidung
eines bestimmten Reizstoffes, der Verabreichung eines bestimmten Medikaments oder der
Durchführung einer bestimmten therapeutischen Maßnahmne, nicht zu lösen. Den "Stein der
Weisen" gibt es nicht. Gefordert ist vielmehr eine veränderte Lebensführung für die ganze
Familie und ein kritsches Überdenken der bisherigen Praefenrenzen. Dabei spielt die
Ernährung eine entscheidende Rolle.
Allen, die einen ernsthaften Versuch unternehmen wollen, sei
das kostenlos zur Verfügung gestellte Kochbuch empfohlen, das sowohl
konkrete Rezeptvorschläge, als auch weitere Betrachtungen zum Thema AD(H)S im
Allgemeinen enthält.
Zu guter Letzt hat diese Seite auch einen kommerziellen Hintergrund: Im
"Shop" - Bereich wird die Idee zu einem Online - Bezug der wichtigsten Grundnahrungsmittel
vorgestellt, der helfen soll, den erheblichen Zeit- und Kostenaufwand zur Durchführung der
Diät besser im Rahmen zu halten. Ob dieses Angebot tatsächlich einmal "online" geht hängt
auch von Ihrer Rückmeldung ab.
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