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Ein Wort zur Vollwerternährung
Es wurde schon mehrfach erwähnt: Ich bin nicht in der Lage, die hier gegebenen
Empfehlungen im Einzelnen lebensmittel - chemisch zu begründen. Es handelt sich einfach
um Erfahrungswerte. Diese Erfahrung zeigt auch, dass man sich bei konsequenter Umsetzung
der Diätvorschläge automatisch immer mehr mit dem Nutzen einer vollwertigen Ernährung,
also einer Ernährung unter Verwendung naturbelassener und aus ökologischer Landwirtschaft
stammender Produkte auseinandersetzt.
Zunächst wird hier häufig die blanke Not Triebfeder zum Aufsuchen sämtlicher Bioläden
in der näheren Umgebung sein: Wo sonst bekomme ich eine derartige Auswahl von Lebensmitteln,
bei denen wirklich konsequent auf chemische Dünger und Wachstumsförderer, raffinierten Zucker,
Phosphatzusätze, Geschmacksverstärker, Emulgatoren, Stabilisatoren, künstliche Aromen und
Farbstoffe und minderwertige Fette verzichtet wurde?
Aber: Nicht alles, was der Bioladen bietet, lässt sich mit unserer Diät vereinbaren.
So sind viele süße Sachen aus dem Bioladen unter Verwendung von Rohrohrzucker hergestellt.
Auch das ist ein Vollwertprodukt, für unsere Zwecke aber nach meiner Erfahrung nicht zu
gebrauchen oder zumindest mit äußerster Vorsicht und nur in kleinsten Mengen zu verwenden.
Weiterhin gibt es zum Beispiel auch vollwertige Schokolade, vollwertigen Kakao, vollwertigen
Käse, vollwertige Milch und vollwertige Mayonnaise mit Eigelb. Alles gute und leckere Sachen,
aber leider nicht kompatibel mit unserer Diät. Man wird also nicht umhinkommen, zur
Erledigung der regelmäßigen Einkäufe auch Reformhäuser und Supermärkte abzuklappern.
Letzteres auch, um die Kosten noch einigermaßen im Rahmen zu halten.
Neben den wenigen Vollwertprodukten, die man auch im Supermarkt bekommt, geht es hier
hauptsächlich um Grundnahrungsmittel: Gegen Auszugsmehl (nicht Instantmehl!), nur aus
Wasser und Hartweizengries hergestellten Nudeln, Olivenöl, Fruchtzucker, einfachen Honig,
Ahornsirup, Dosentomaten und Einiges mehr ist aus Diät - Sicht nichts einzuwenden.
Dies sind Beispiele für keineswegs vollwertige Lebensmittel, die aber dennoch diätgerecht
sind.
Man sieht: Es wird dazu kommen, dass man sich von Allem das Brauchbare herauspickt,
ohne sich stur auf eine Richtung festzulegen.
Dennoch: Im Bioladen Ihres Vertrauens werden Sie zwangsläufig zum Stammgast.
Und wahrscheinlich wird dies dazu führen, dass nach und nach dort auch Lebensmittel
gekauft werden, die man durchaus anderswo preiswerter, aber eben nicht vollwertig bekäme.
Lassen Sie sich dabei einfach von Ihrem Geschmack leiten. Sollten Sie sich zum Beispiel
erfreulicherweise entschließen, demnächst Ihr Brot zumindest zeitweise selbst zu backen,
dann wird Ihnen Weißmehl schnell zum Halse heraushängen. Vollkornmehl, am besten selbst
unmittelbar vor dem Backen gemahlen, hat geschmacklich wesentlich mehr zu bieten, und
nebenbei natürlich erheblich positivere Wirkungen auf die Darmflora, die Verdauung und
damit auf das Immunsystem. Aber das ist ein anderes Thema, das alleine ein Buch füllen
würde und deshalb hier nicht erörtert werden soll.
Fazit: Kaufen Sie Vollwertprodukte, wo es notwendig ist und greifen Sie ansonsten
ruhig auf preiswertere Möglichkeiten zurück (nachdem Sie die Zutatenliste kritisch
studiert haben). Lassen Sie sich ansonsten von Ihrem Geschmack leiten. Der ist nämlich
auf gesundere Kost "trainierbar" und ungemein entwicklungsfähig. Gönnen Sie sich also
auch mal Honig, Brotaufstriche, Gemüse oder Früchte aus Vollwertproduktion. Versuchen
Sie den Unterschied zu schmecken, sorgen Sie für Abwechslung und denken Sie daran:
Der Genuß darf nicht zu kurz kommen!
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